Studienfahrt der Q1

Kroatien und Slowenien waren das Ziel

Ende Juni, am Abend der Abiturfeier, bestiegen 66 Schüler und Schülerinnen der Q1, begleitet von den Jahrgangsstufenleitern Frau Nuphaus und Herrn Thiemeyer und dem Sportlehrer Herrn Sprute, den von Franz Mertin angeheuerten Bus, um der großen Hitze in Lippstadt zu entfliehen; in der Hoffnung, dass auf der kroatischen Insel Rab eine kühle Brise den Sommer erträglicher macht. Auf der Fähre war davon jedoch kaum etwas zu spüren.

Erst die Klimaanlagen auf den Zweibettzimmern im Hotel mitten in der Altstadt Rabs sorgten für echte Abkühlung. Die hohen Temperaturen hinderten uns jedoch nicht daran, die Insel und ihre Umgebung zu erkunden.

Gleich am Montag führte uns Reiseleiter Bogdan durch die Stadt, sodass wir u.a. die Einflüsse unterschiedlicher Herrscher an den Bauwerken nachvollziehen und prüfen konnten, ob die Referatsgruppen intensiv genug über das Land Kroatien und die Insel Rab recherchiert hatten.  Solche Informationen zur Geografie, Demografie, zu Klima, Wirtschaft, Geschichte und Kultur des Landes Kroatiens und speziell der Insel Rab, sowie zur Ökologie des Mittelmeeres hatten die Schüler nämlich im Vorfeld zusammengestellt und referierten ihre Ergebnisse meistens auf den Busfahrten.

Am Dienstag besuchten wir mit einem Glasboden-Katamaran die Gefängnisinsel  Goli Otok, auf der zur Zeit Titos männliche Regimegegner inhaftiert und drangsaliert worden waren. Die Überfahrt machte neugierig auf die Unterwasserwelt, welche aber erst am übernächsten Tag von einigen Schülern genauer erkundet werden konnte, als sie Gelegenheit zu einem Tauchkurs hatten, während die anderen Schüler ein Volleyballtunier machten.

Der Besuch der Plitvicer Seen auf dem Festland war zwar zeitaufwendig, hat sich aber gelohnt. Denn nicht nur die großen Wasserfälle ließen uns staunen, sondern auch die Fahrt durch das aus Winnetou-Filmen bekannte Karstgebirge und durch Gebiete, die immer noch sichtbare Spuren vom jüngsten Krieg erkennen ließen .

Es gab aber auch genug Gelegenheiten für Wanderungen, z.B. durch den letzten großen Steineichen-Wald „Kalifront“ im Dundopark oder mit Herrn Sprute hinauf auf den Gipfel des kargen Karstgebirges der Insel. Kopfschutz und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor waren dabei mehr als notwendig. Hingegen wurden die Gummischuhe zum Schutz vor Seeigeln nicht unbedingt gebraucht, weil diese am Sandstrand von Lopar gar nicht und am Strand in Rab nur stellenweise zu finden waren. Im Restaurant Maslina wurde zwar nicht zu Abend gegessen, doch ließen wir es uns nicht nehmen, das dort 2018 hergestellte und prämierte Olivenöl zu probieren und die eine oder andere Flasche davon als  Mitbringsel für zu Hause mitzunehmen.

Ein Highlight für die Jahrgangsstufe war sicherlich der Disco-Abend,  wo wir einmal alle zusammen in der Discothek getanzt und gefeiert haben oder draußen an der Hafenpromenade chillten.

Nach 6 wundervollen Tagen traten wir die Heimreise an, allerdings mit einem Zwischenstopp in Slowenien an der Tropfsteinhöhle in Postojna. Dies war noch mal ein ganz besonderes Erlebnis, da sie mit 22 km Höhlengängen unter der Erde eine der ältesten und größten Karsthöhlen ist. Man fährt zunächst mit einer Bahn hinein, läuft dann ca. 2 km zu Fuß durch die großen „Hallen“, bis man das Ende dieser Märchenwelt erreicht und noch den Grottenolm zu sehen bekommt. Durch die kühlen Temperaturen dort unter der Erde konnten wir uns bereits auf das Wetter in Lippstadt einstellen.

Alles in allem eine gelungene Fahrt, die in der Stufe hoffentlich noch lange nachwirkt.