Diff.-Kurs Informatik Technik

Exkursion zur Brückenbaustelle Ruhrtalbrücke Bermecke 2017

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Bauingenieurswesen-Brückenbau“  fuhr der Differenzierungskurs Informatik/Technik der Stufen 8 und 9 am 14.06.2017 zu der sich noch im Bau befindlichen „Ruhrtalbrücke Bermecke“, damit wir unser theoretisches Wissen auch in die Praxis umsetzen können. Begleitet wurden wir von unseren Kurslehrern Herrn Klör und Herrn Thiemeyer.

Die „Ruhrtalbrücke Bermecke“ wird im Taktschiebeverfahren erbaut, welches zuvor auch im Unterricht behandelt wurde. Diese Brücke überquert im Verlauf der B480n das Ruhrtal zwischen Olsberg/Bigge und Nuttlar. Es handelt sich in diesem Fall um eine Stahlverbundbrücke. Der Überbau besteht aus zehn einzelnen Feldern, welche Einzelstützweiten an Beginn und Ende der Brücke von je 49.95 Meter haben und in der Mitte von je 65.70 Meter. Somit beläuft sich die Gesamtlänge der Brücke auf 626 Meter. Der gesamte Überbau ist kreisförmig gekrümmt. Der Verbundquerschnitt besteht aus einem nach oben hin offenen, trapezförmigen Hohlkastenträger aus Stahl sowie einer schlaff bewehrten Betonfahrbahnplatte. Die Kosten für den Bau der Brücke belaufen sich auf rund 19,6 Millionen Euro Netto.

Nach der Besichtigung der Brücke wurde uns das sich noch im Bau befindliche Regenwasserklärbecken gezeigt. Das Becken dient dazu, dass Verschmutzungen durch das Oberflächenwasser der Straße, z.B. durch Öl oder Reifenabrieb, nicht in das Grundwasser gelangen.

Der Auftraggeber für die Brücke ist der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Die Führung verlief getrennt in zwei Stufen und wurde geleitet von Herrn Mede, der Bauingenieur und Projektleiter ist, und von Herrn Donner, der Bauingenieur im Ruhestand ist und mit der Betreuung von Besuchergruppen beauftragt ist.

Auf dem Rückweg wurde noch die schon fertiggestellte Talbrücke Nuttlar besichtigt. Diese Brücke ist mit 115 Metern Höhe und 660 Metern Länge die höchste Brücke in ganz NRW. Bei der Besichtigung fiel besonders, trotz ihres immensen Gewichtes,  ihre Eleganz auf. Ihre „Beine“ wirken nahezu unendlich lang. Die Brücke ist zwar leicht gekrümmt, was aber den Anblick nicht beeinträchtigt. Sie ist wahrlich ein Meisterwerk des Brückenbaus.

Insgesamt fanden wir, war es eine sehr interessante und informative Exkursion.

Daniel Giese (Klasse 8a)