Exkursion zur Alten Steinwache Dortmund

Am 13.04.2016 war die Klasse 9b mit ihren Lehrern, Frau Kramer, Herr Jahns und Herr Hemsing, auf einem Ausflug zur „Alten Steinwache“, welche auch die „Hölle Westdeutschlands“ genannt wurde. Das ist ein in Dortmund gelegenes Polizeigefängnis.

Es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der Steinstraße gebaut, was zu der noch heute vorhandenen Namensgebung führte. Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 wurde es zu einem Gestapo-Gefängnis umfunktioniert und diente bis zum Ende des Krieges als Folter- und Erpressungsstätte für über 66.000 Menschen. Hauptsächlich politische Gegner, darunter auch einige Juden und andere Gegner des Naziregimes, wurden dort festgehalten. Der größte Teil der Insassen waren Menschen, die sich nicht dem Regime beugen wollten. Viele von ihnen wurden aus nichtigen Gründen inhaftiert. Da sie nicht so bekannt waren wie andere Widerständler, gerieten viele von ihnen nach dem Ende des Naziregimes in Vergessenheit.

Gebäude der Alten Steinwache DortmundDeshalb ist es seit 1987 der „Alten Steinwache“ ein wichtiges Anliegen, als Mahn- und Gedenkstätte an die schrecklichen Taten der Nazis und das Leiden der Opfer zu erinnern.

Der Klasse wurden die Bedingungen, die im Gefängnis zu dieser Zeit herrschten, näher gebracht. In dem Gefängnis wurde den Schülern gezeigt, wie bis zu sieben Insassen in einer Einzelzelle lebten, was dazu führte, dass die Privatsphäre extrem eingeschränkt wurde. Sogar in manche Foltermethoden wurde ein Einblick gegeben, wie zum Beispiel das Aufheizen der Zimmer im Sommer und Nichtheizen im Winter. Die Exkursion zeigte der Klasse einen beeindruckenden Rundgang, bei dem die Schüler die ehemaligen Zellen, welche originalgetreu nachgebaut wurden, betreten konnten.

Schülergruppe in der Alten Steinwache

Von Ivan Sabytin und Pascal Riepe, Klasse 9b